Bereits vor einigen Wochen sprachen sich Branchenverbände aus der Pflege und Betreuung gegen die sogenannte «Begrenzungsinitiative» aus. Nun äussert sich mit unimedsuisse, zu der die Universitätsspitäler Basel, Bern, Genf, Lausanne und Zürich und die fünf medizinischen Fakultäten der Schweiz gehören, eine weitere Stimme aus dem Gesundheitswesen gegen das Vorhaben. Denn es steht viel auf dem Spiel. Die Kündigungsinitiative will die Personenfreizügigkeit und das ganze Paket der Bilateralen I vom Tisch haben. Damit gefährdet sie den Erfolg eines starken Schweizer Gesundheitswesens.

Mobile Fachkräfte im Gesundheitswesen

Schon heute ist der öffentliche Versorgungsauftrag im Gesundheitswesen immer wieder durch Personalengpässe gefährdet. Zwar wurden in der Schweiz in den letzten Jahren mehr Ärztinnen und Ärzte, Pflegefachkräfte und anderes therapeutisches Personal ausgebildet. Trotzdem werden auch weiterhin ausländische Fachkräfte als Ergänzung benötigt. Grenzgängerinnen und Grenzgänger tragen viel dazu bei, dass der Betrieb in grenznahen Universitätsspitälern stets aufrechterhalten werden kann. Deshalb sind die Universitätsspitäler auf die Personenfreizügigkeit angewiesen.

Bilaterale Verträge beibehalten

Die Fortführung der Bilateralen ist äussert wichtig für das Gesundheitswesen. Mit der Personenfreizügigkeit kann die Schweiz weiterhin für Spezialistinnen und Spezialisten attraktiv bleiben und gleichzeitig Schweizer Spitzenforscher in Europa weiterbilden. Nur mit einer beidseitigen Mobilität kann die Schweizer Medizin langfristig innovativ bleiben. Zugleich ist die Personenfreizügigkeit die Voraussetzung dafür, dass die Schweiz gleichberechtigt an den umfangreichen europäischen Forschungsrahmenprogrammen teilnehmen kann. Ein Ausschluss aus diesen Programmen würde Forschungsprojekte in der Schweiz stark behindern.

Stabile Beziehungen erhalten im Interesse der Zukunft der Schweiz

Die Schweizer Bevölkerung profitiert von einem guten Gesundheitssystem. Dies ist nicht zuletzt der Offenheit, den stabilen Beziehungen zu unseren Nachbarländern und der Rechtssicherheit in der Schweiz zu verdanken. Eine Annahme der Kündigungsinitiative würde die erfolgreichen Kooperationen zwischen den europäischen Hochschulen ausbremsen. Hinzukommt, dass die Schweiz ihren guten Ruf auf dem internationalen Parkett riskiert. Damit würde sich auch die wirtschaftliche und soziale Situation in der Schweiz verschlechtern. Aus diesen Gründen lehnt unimedsuisse die Kündigungsinitiative am 27. September ab.

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