Neun Tourismusverbände setzen sich im «Tourismuskomitee Kündigung NEIN» geschlossen gegen die Kündigungsinitiative ein. Mit einer gemeinsamen Kampagne bekämpfen sie das wirtschaftsfeindliche Anliegen. Die bilateralen Verträge müssen zur Sicherung guter Rahmenbedingungen sowie zur Verhinderung von Wirtschaftseinbussen und höherer Beschaffungskosten unbedingt erhalten werden. Eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wäre für die bereits stark angeschlagene Branche fatal. 

Für die Tourismusbranche hätte die Kündigungsinitiative fatale Folgen. Neun Verbände der Tourismusbranche haben sich deshalb zum Tourismuskomitee «NEIN zur Kündigung – JA zum Schweizer Tourismus» zusammengeschlossen und bekämpfen die schädliche Vorlage mit einer eigenen Kampagne.

Gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen erhalten

Vorteilhafte und stabile Beziehungen zur EU als wichtigstem Handelspartner sind für die Schweiz elementar. Die bilateralen Verträge tragen massgeblich zu stabilen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Wirtschaftswachstum bei. Gerade ein Ausnahmezustand wie die Situation um das Coronavirus zeigt, wie schnell einzelne Branchen oder ganze Volkswirtschaften durch externe Effekte unter Druck geraten können. Vor diesem Hintergrund sollte die Schweiz ihre ansonsten günstige Ausgangslage nicht zusätzlich gefährden.

Wirtschaftseinbussen, Standortnachteile und Kostenschübe verhindern

Die Kündigung der bilateralen Verträge wirkt sich direkt auf die Auslandnachfrage im Schweizer Tourismus aus, die aufgrund der Corona-Krise sowie deren Folgen ohnehin stark unter Druck ist. Gleichzeitig bedeutet eine Annahme der Initiative das Ende touristisch relevanter Abkommen in den Bereichen Verkehr, Reisefreiheiten oder technische Handelshemmnisse und ein Rückgang der Attraktivität für den Schweizer Wirtschaftsstandort. Fällt die vereinfachte Produktezulassung weg, erleidet die Hochpreisinsel Schweiz einen weiteren Kostenschub bei der Beschaffung von ausländischen Gütern. Die Tourismuswirtschaft will solche Negativszenarien unbedingt verhindern und engagiert sich deshalb gegen die Initiative.

Erfolgreichen Geschäftstourismus erhalten

Die Tourismusbranche wäre bei Annahme der Kündigungsinitiative sowohl im Geschäfts- wie auch im Leisuresegment direkt betroffen. Im Freizeittourismus sinkt die Inland-Nachfrage als indirekte Folge des geringeren Wirtschaftswachstums in der Schweiz. Die coronabedingte Negativentwicklung wird durch die planlose Kündigung der Bilateralen empfindlich verschärft. Gäste aus Europa sind eine wesentliche Stütze der hiesigen Tourismuswirtschaft, machen diese doch normalerweise 55 bis 60 Prozent der Reisenden aus. Das Image der Schweiz als internationale Ferien-, Reise- und Kongressdestination muss gerade jetzt gestärkt werden, damit der Tourismus wieder auf die Beine kommt.

Fachkräftemangel bekämpfen

Schliesslich ist der Tourismussektor auch ganz direkt betroffen, wenn es um die Frage der Fortführung der Personenfreizügigkeit geht. Trotz eigenen Massnahmen der Branche zur Nachwuchsförderung und Rekrutierung im Inland kann dem Fachkräftemangel nicht umfassend begegnet werden. Deshalb ist die Tourismuswirtschaft ergänzend auf europäische Fachkräfte angewiesen. Diese müssen unbürokratisch rekrutierbar bleiben. Bei einer Wiedereinführung von Kontingenten wäre das aufgrund des grossen administrativen Mehraufwands jedoch nicht mehr möglich. Selbst wenn momentan aufgrund der aktuellen Krise der Fachkräftemangel weniger akut erscheinen mag, wird sich dieser wieder verschärfen, sobald sich der Tourismus wieder erholt.

Tourismuskomitee Kündigung-NEIN

Dem Komitee gehören die neun Tourismusverbände HotellerieSuisse, Gastrosuisse, der Schweizer Tourismus-Verband, Seilbahnen Schweiz, Parahotellerie Schweiz, der Schweizer Reise-Verband, die Konferenz der regionalen Tourismusdirektoren, der Verband öffentlicher Verkehr sowie der Verband Schweizer Tourismusmanager an. Weitere Informationen: www.kündigung-nein-tourismus.ch

logo-sam-de-hoch-w2

Kampagne gegen die Kündigungsinitiative
stark+vernetzt

Impressum/Datenschutz

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Ausserdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Sie geben Einwilligung zu unseren Cookies, wenn Sie unsere Webseite weiterhin nutzen.
Datenschutzbestimmungen
Einstellungen
Alle Cookies akzeptieren
Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die Nutzung dieser Dienste erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.
Datenschutzbestimmungen
Einstellungen
Alle Cookies akzeptieren